ALICE

Valéry Giscard d’Estaing während der Preisverleihung im Juli 2014. Helmut Schamidt ist zu der Veranstaltung nicht erschienen, weil es um seine Gesundheit schon nicht mehr gut stand.

Im Rahmen des deutsch-französischen Journalistenpreis 2016 hat der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn den Deutsch-Französischen Medienpreis 2016 für sein Engagement für die europäische Integration bekommen. Der luxemburgische Politiker ist der erste Preisträger, der weder Franzose noch Deutscher ist.

Der deutsch-französische Journalistenpreis wird im Rahmen des Elysée-Vertrags und der damit verbundenen deutsch-französischen Freundschaft verliehen. Dieser Vertrag ist der „Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über die deutsch-französische Zusammenarbeit“. Er wurde am 22. Januar 1963 von Bundeskanzler Konrad Adenauer und Staatspräsident Charles de Gaulle im Salon Murat des Elysée Palasts in Paris unterzeichnet und gilt heute als das Fundament dieser engen Freundschaft. Seit 1983 wird der DFJP vom Saarländischen Rundfunk in Kooperation mit anderen Medien aus den beiden Ländern organisiert, wie z.B. dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF), France Télévisions, der Saarbrücker Zeitung, der Deutschen Welle, der SaarLB, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, Radio France oder ARTE.

Ziel des Preises ist es, Journalisten und ihre Redaktionen, die an Artikel, Videos oder Podcasts zu einem deutsch-französischen Thema gearbeitet haben, zu belohnen und zu einem besseren Verständnis zwischen den beiden Nachbarländern beizutragen. Zu den mehr als 200 Preisträgern gehören u.a. Simone Veil (Deutsch-Französischer Medienpreis 2009), Cartooning for peace (Deutsch-Französischer Medienpreis 2015) sowie der ehemalige Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing und der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt (Deutsch-Französischer Medienpreis 2014). Sie wurden für ihre gemeinsamen Engagements für die europäische Integration belohnt.

 Der DFJP ist eine jährliche Veranstaltung der deutsch-französischen Freundschaft. Aber es ist auch eine Gelegenheit zu zeigen, dass das Thema deutsch-französische Beziehungen immer noch gegenwärtig und relevant ist. Der Preis honoriert nicht nur die Journalisten, sondern fördert auch die Erstellung von Artikel über Themen, über die manche glauben, dass alles schon gesagt sei.

Dieses Jahr haben die meisten Nominierten über sehr aktuelle Themen und zwar über Terrorismus und die Flüchtlingskrise in Europa aus deutschen und französischen Perspektiven gearbeitet. Die Flüchtlingskrise und die Politik von Bundeskanzlerin Merkel sind Themen die in der Tat stark repräsentiert wurden zum Beispiel in der Kategorie Audio Juliette Droz für ihre Serie über die Flüchtlingskrise in Deutschland (Radio Monte Carlo). Andere Themen wurden auch behandelt, wie z.B. la manif pour tous (Jean-Michel Hauteville, Slate.fr, Kategorie Textbeitrag), der Hashtag #jesuischarlie (Christian Dassel und Clemens Gersch, Westdeutscher Rundfunk, Kategorie Video) oder Homophobie in Europa (Peter Gerhardt, Hessischer Rundfunk, Kategorie Video). Ein Nachwuchspreis an Journalisten U30 wird von dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) verliehen.

Die Preisverleihung wird am Mittwoch, 29. Juni 2016, 19.00 in dem Allianz Forum in Berlin stattfinden.

Alice MONTERGNOLE

Nominierungen 2016 : http://www.pfaj.eu/Plone/preistraeger/nominierungen-2016

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